Montage eines Rauchmelders nach DIN 14676

Rauchmelder Montageorte – Rauchmelder richtig montieren

Räume und Wohnungen in denen Rauchwarnmelder montiert sind, bieten allen Personen ein großes Maß an Sicherheit.

Aus diesem Grund gibt es in fast allen Bundesländern in Deutschland (Stand Juni 2014), eine Rauchmelderpflicht die besagt dass in dortigen Wohnungen, Rauchwarnmelder installiert sein müssen.

Rauchmelder richtig montieren

Rauchmelder Montage nach DIN 14676 – Foto: Ralf Endres

Gemäß der Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder: DIN 14676 sind Rauchwarnmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren immer an der Zimmerdecke in Raummitte, mindestens jedoch 50 cm von Wänden und Einrichtungsgegenständen entfernt zu montieren.

Dies wiederum bedeutet, dass pro Wohnung mindestens 3 Rauchwarnmelder benötigt werden und bei Räumen mit speziellen Eigenschaften, mehrere Rauchwarnmelder zu installieren sind.

Wohnungen mit diesen Eigenschaften benötigen mehr Rauchmelder

  • Wenn der Raum eine mehr als 60m² große zu überwachenden Fläche aufweist.
  • Wenn die Rauchausbreitung durch Möblierung oder vorhandene Teilwände behindert werden kann.
  • Wenn Unterzüge mit mehr als 20 cm Höhe die Raumdecke unterteilen und die Fläche der einzelnen Deckenfelder größer als 36m² ist.

Darüber hinaus gilt es bei der Montage von Rauchmeldern in Wohnungen den Grundsatz der jeweiligen Bauordnung oder Landesbauordnung des betreffenden Bundeslandes zu beachten:

„In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit mindestens je einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“

Ob Sie in ihrem Bundesland der gesetzlichen Rauchmelderpflicht unterliegen können Sie in der Übersicht Rauchmelderpflicht in Deutschland nachsehen.

So funktioniert ein Rauchwarnmelder

Bei einer fachgerechten Montage der Rauchmelder dringt im Falle eines Wohnungsbrandes der gefährliche Brandrauch in den Brandmelder ein, dieser schlägt Alarm und warnt die Bewohner rechtzeitig.

Wo Rauchmelder NICHT installiert werden sollten

In Badezimmern und anderen Nassräumen!
Durch Feuchtigkeit oder Dampf können Fehlalarme ausgelöst werden.

In Küchen und in der Nähe von Kochstellen!
Bei Kochtätigkeiten entstehender Wasserdampf kann Fehlalarme auslösen.

In der Nähe von Neonröhren (Leuchtstofflampen)!
Ein elektronisches Rauschen kann zu Fehlalarmen führen.

In staubigen Bereichen!
Umherfliegende Staubteilchen können Alarme verhindern und Fehlalarme auslösen.

In Bereichen in denen es zu Temperaturschwankungen kommt!
In den Bereichen, in denen die Temperatur auf unter 0°C sinken oder auf 40°C ansteigen kann, wie z.B. in nicht ausgebauten Dachböden oder Garagen.

In weniger als 50 cm Abstand von einer Wand!

Weniger als 50 cm und weiter als 100 cm vom höchsten Punkt einer Decke mit spitzem Giebel oder Pultdach!

In nicht weniger als 90 cm Abstand zu Küchentüren, Badezimmertüren, Druckluftleitungen von Klimaanlagen oder Heizungen, Deckenventilatoren, Hausventilatoren oder anderen Bereichen mit hohem Luftdurchfluss.

Sicherheitshinweise bei der Installation von Rauchmeldern beachten

Installierte Rauchwarnmelder niemals mit Farbe überstreichen.

Um zu funktionieren benötigen Rauchmelder eine funktionstüchtige Batterie.

Beim Alarm des Rauchwarnmelders kann der laute Warnton das Gehör schädigen.

Rauchwarnmelder erkennen nur den Brandrauch aber keine Flammen, keine Hitze und auch keine Wärme.